Private Pflegeversicherung
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Was kostet die ideale private Pflegeversicherung, welche Risiken sind abgedeckt und auf welche Leistungen sollten Sie unbedingt achten?
1. Die ideale private Pflegeversicherung
Was genau ist eine private Pflegeversicherung? Die private Pflegeversicherung bewahrt Sie vor den Kosten, welche die soziale Versicherung in der Regel nicht übernimmt. Anfallende Pflegekosten können im Zweifelsfall rasch einen finanziellen Einbruch darstellen, denn nur ein Teil wird von der sozialen Pflegeversicherung getragen. Wenn der Rest nicht in Eigenleistung getragen werden kann, muss unter Umständen auf Angehörige zurückgegriffen werden. Besonders im hohen Alter möchten die Versicherungsgesellschaften dazu beitragen, dass Sie sorgenfreier Ihr restliches Leben genießen können. Die Art und den Umfang können Sie dabei selbst bestimmen und auf Ihre Bedürfnisse anpassen. Insgesamt umfasst die private Pflegeversicherung drei verschiedene Arten — diese stellen wir Ihnen im nächsten Abschnitt detailliert vor.
Worin unterscheiden sich die drei Arten einer Pflegeversicherung?
Eins können wir Ihnen bereits vorwegnehmen: Eine der drei Arten wird vom Staat bezuschusst! Als Versicherungsexperten möchten wir Ihnen jedoch zu einer persönlichen Beratung raten — die Art, der Umfang und die Unterschiede müssen verstanden und differenziert werden, um einen außerordentlichen Schutz gewährleisten zu können.
Variante 1: die Pflegetagegeldversicherung
Die Pflegetagegeldversicherung ist eine der flexibelsten Varianten: Als Versicherungsnehmer können Sie selbst darüber entscheiden, wofür das Pflegegeld verwendet wird. Im Pflegefall erhalten Sie die Summe, welche Sie zu Vertragsabschluss vereinbart haben. Ganz gleich, ob für häusliche oder ambulante Pflege — der Betrag wird für jeden Tag, an dem Sie Pflege benötigen, ausgezahlt. Insbesondere deswegen wird diese Form von renommierten Testinstitutionen wie der Stiftung Warentest empfohlen. Der Auszahlungsbetrag setzt sich aus der Art der Pflege und dem Pflegegrad zusammen. Beispielhafte Kostenrechnung: Pflegegrad 1 bis zu 200 € mtl., Pflegegrad 2 bis zu 500 € mtl., Pflegegrad 3 bis zu 800 € mtl., Pflegegrad 4 bis zu 1.100 € mtl., Pflegegrad 5 bis zu 1.400 € mtl. Zusatz: Diese Variante wird vom Staat bezuschusst — wenn Sie die Versicherung mit dem „Pflege-Bahr“ kombinieren, erhalten Sie einen Jahreszuschuss von 60 €. Sie müssen dafür allerdings eine Pflegetagegeldpolice für einen monatlichen Beitrag von mindestens 10 € abschließen.
Variante 2: die Pflegekostenversicherung
Ob gesetzlich oder privat versichert — die Pflegekostenversicherung richtet sich ganzheitlich nach den Leistungen Ihrer bestehenden Versicherung. Im Klartext bedeutet das, dass Sie in der Regel noch einmal dieselbe Summe der Pflegepflichtversicherung erhalten. Dabei wird der genaue Kostenanteil bei Vertragsabschluss festgelegt. Anzumerken ist jedoch, dass in den meisten Fällen die Auszahlungen die Summe der Pflegekosten nicht ganzheitlich abdecken. Zusatz: Ein großartiges Plus stellt die Kostenübernahme der Hilfsmittel dar — das inkludiert sowohl Bettenlifter und Rollstühle als auch den behindertengerechten Ausbau Ihres Wohnraumes. Gegenüber den allgemeinen Hilfsmitteln wird beim Ausbau allerdings nur ein Teil der Kosten übernommen.
Variante 3: die Pflegerentenversicherung
Mit der Pflegerentenversicherung profitieren Sie von monatlichen Leistungen — ein Leben lang! Voraussetzung dafür ist selbstverständlich, dass Sie pflegebedürftig sind. Wie bei der Pflegetagegeldversicherung können Sie auch hier über den Einsatz des Pflegegeldes frei verfügen. Grundsätzlich ist die Pflegerentenversicherung jedoch teurer als andere Versicherungspolicen. Für die höheren Beiträge erhalten Sie allerdings auch eine größere Flexibilität — so ist es zum Beispiel durchaus möglich, den Beitrag zeitweise auszusetzen. Wichtig: Achten Sie unbedingt darauf, dass die Rente mit steigenden Pflegegraden ebenfalls angepasst wird — je höher der Pflegegrad, desto höher fallen die Kosten für die Pflege in der Regel aus. Zusatz: Außergewöhnlich ist ebenfalls die „Einmalzahlung“: Einige Anbieter bieten die Möglichkeit, per Einmalzahlung eine monatliche Rente im Pflegefall ein Leben lang auszuzahlen.
Die drei Varianten im Vergleich
| Pflegetagegeld | Pflegekosten | Pflegerente | |
|---|---|---|---|
| Versicherer | Krankenversicherer | Krankenversicherer | Lebensversicherer |
| Leistungsumfang | Zahlung eines festgelegten Tagessatzes | Übernahme der Restkosten, welche die gesetzliche Pflegeversicherung nicht übernimmt (meist mit Höchstgrenzen) | Auszahlung einer monatlichen Rente |
| Verwendung der Leistung | freie Verfügung | zweckgebunden — hier besteht Nachweispflicht (z. B. durch Rechnungen) | freie Verfügung |
Die Vorteile einer guten privaten Pflegeversicherung
- Hohe Flexibilität
- Die Wahl zwischen drei verschiedenen Arten
- Je nach Tarif freie Verfügung über das Pflegegeld
- Bis zu vollständiger Kostenübernahme möglich
- Beamte, Selbstständige, Pensionäre und Rentner können die Ausgaben von der Steuer absetzen
- Je nach Tarif werden die Hilfsmittel ebenfalls übernommen
- Staatliche Förderung für die Pflegetagegeldversicherung
- Entlastung Ihrer Angehörigen
- Professionelle Versorgung
- Vergünstigte Konditionen bei Abschluss im jungen Alter
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Jetzt Angebot anfragen„Eine Pflegezusatzversicherung ist ergänzend für gesetzlich und privat Versicherte abzuschließen! Eine private Pflegepflichtversicherung ist nur in Verbindung mit einer privaten Krankenversicherung abzuschließen — daher ist es nicht möglich, diese als Kassenversicherter abzuschließen.“
Für wen lohnt sich eine private Pflegeversicherung?
Vorab sei gesagt: Eine private Pflegeversicherung stellt keine Pflicht dar — Sie können sich frei dazu entscheiden. Dennoch lohnt sich eine private Pflegeversicherung insbesondere für bereits pflegebedürftige Personen oder auch für angehende Rentner und Pensionäre. Natürlich ist es nicht völlig ausgeschlossen, dass Sie ab einem bestimmten Alter zwingend Hilfe im Alltag benötigen — die Wahrscheinlichkeit ist faktisch gesehen recht hoch, sodass Sie mit steigendem Alter zumindest einen Gedanken der privaten Pflegeversicherung widmen sollten. Die Kosten für die Pflege übersteigen oft weit die Kosten, welche gesetzlich abgesichert sind. Weder Sie noch Ihre Angehörigen möchten von horrenden Kosten getroffen werden. Sie können selbstverständlich auch schon im jungen Alter eine Pflegeversicherung abschließen — in diesem Fall profitieren Sie in der Regel sogar von günstigeren Konditionen.
Unsere Tipps für Ihre private Pflegeversicherung
Vor Abschluss einer Pflegeversicherung sollten Sie neben einem günstigen Beitragssatz und der Höhe des Tagegeldes auch auf die folgenden Merkmale achten:
- Der Verzicht auf eine Wartezeit
- Die Leistungserfüllung sollte auch im Falle einer laienhaften Pflege (z. B. durch Angehörige) gewährt werden
- Der Nachweis der Pflegebedürftigkeit sollte einfach zu übermitteln sein
- Tarifliche Leistungen sollten schon ab Pflegegrad 1 greifen
- Eine nachträgliche Leistungserhöhung sollte auch ohne weitere Gesundheitsprüfung anpassbar sein
2. Leistungen der privaten Pflegeversicherung
Die Pflegesachleistungen
Mit einer Pflegesachleistung wird ein Pflegebedürftiger bezeichnet, welcher durch einen ambulanten Pflegedienst zu Hause versorgt und gepflegt wird.
Die Geldleistungen
Werden Sie als pflegebedürftige Person von Angehörigen, Freunden, Bekannten oder auch Nachbarn gepflegt, können Sie eine bestimmte Geldleistung zur freien Verfügung erhalten.
Die Kombination aus Sach- und Geldleistungen
Bei dieser Art von Leistung zahlt die Pflegekasse einen Teil der Leistungen direkt dem Pflegedienst. Sie können mit dem Pflegedienst direkt besprechen, welche Leistungen dies betrifft.
Die vollstationäre Pflege
Im Falle einer vollstationären Pflege erhält das Pflegeheim eine monatliche Pauschale von der Pflegeversicherung. Die Höhe der Pauschale richtet sich dabei nach dem Pflegegrad.
Kostenerstattungen
Insbesondere für Heil- und Hilfsmittel können Sie Kostenerstattungen erwarten. Allerdings unterscheiden die Versicherungsgesellschaften hierbei streng zwischen den Zuständigkeiten — also, ob die Kranken- oder die Pflegeversicherung für die Kosten aufkommen muss.
Die Verhinderungspflege
Wenn Sie von einem Angehörigen gepflegt werden und diese Person krankheitsbedingt oder anderweitig vorübergehend ausfällt, können Sie Anspruch auf einen Ersatz verlangen. Ihnen wird dann für den Zeitraum eine Pflegekraft zur Seite gestellt — diese Person kann sowohl vom ambulanten Pflegedienst als auch eine Privatperson sein!
Die nachträgliche Leistungserhöhung
Im Zuge der Pflegerenten- und Pflegetagegeldversicherung können Sie je nach Tarif die Leistungen zu jedem Zeitpunkt ohne eine weitere Gesundheitsprüfung anpassen. Dies macht immer dann Sinn, wenn aufgrund ökonomischer Gegebenheiten (Inflation) die Preise angestiegen sind und somit höhere Pflegekosten anfallen.
Warum ist eine Pflegeversicherung sinnvoll?
Zum Großteil richtet sich die Pflegeversicherung an die bereits nicht mehr arbeitenden Generationen — besonders Rentner und Pensionäre werden angesprochen. Kein eigenes Geld kann mehr verdient werden, und die meisten der anfallenden Kosten müssen von der Rente getragen werden. Als wäre das nicht genug, existiert überwiegend der Wunsch, die Angehörigen zu beschenken. Doch was ist, wenn aus der Beschenkung vermeintliche Belastung wird? Wie wirkt sich die psychische Belastung aufgrund finanzieller Aufwendungen körperlich und seelisch aus? Vermutlich nicht gut.
Ob eine Pflegeversicherung sinnvoll ist, steht also mehr oder weniger fest: Denn im plötzlichen Pflegefall steht Ihnen nicht nur eine finanzielle Belastung bevor, sondern oftmals auch der Schritt, Angehörige um Hilfe zu bitten. Pflegekosten sind enorm gestiegen, und der staatliche Zuschuss reicht meistens nicht aus, um die hohen Kosten zu decken. Demnach sind die finanzielle Belastung und die Frage nach Unterstützung sehr real. Ungeachtet der genannten Faktoren möchten Sie sich auch ganz allgemein noch wohlfühlen können — und das ohne großen Aufwand. Das Leben sollte bis zum letzten Atemzug genossen werden können, und die zusätzliche Pflegeversicherung trägt dazu definitiv bei!
Wann sollten Sie eine Pflegeversicherung abschließen? Das ist abhängig von Ihnen. In erster Linie richtet sich die Pflegeversicherung speziell an die ältere Generation — je älter Sie werden, desto höher ist die Chance auf Pflegebedürftigkeit. Eine kleine Statistik zum Risiko ab Alter X: unter 60 Jahren — Risiko 1,6 %; zwischen 60 und 80 Jahren — Risiko 8,0 %; über 80 Jahren — Risiko 39,9 %. Mit Blick auf die Statistik wird deutlich, ab welchem Alter das Risiko deutlich erhöht ist. Dennoch sei gesagt, dass jüngere Leute durchaus von einem frühen Abschluss profitieren können, denn allgemein halten die Versicherungsgesellschaften vergünstigte Konditionen für jüngere Menschen bereit. Letztendlich liegt die Entscheidung bei Ihnen.
3. Kosten einer privaten Pflegeversicherung
Was kostet eine private Pflegeversicherung im Durchschnitt? Auch Versicherungsgesellschaften haben ihren wirtschaftlichen Beitrag zu leisten. Demnach wird Ihnen bei erheblicher Vorbelastung keine Versicherung einen umfänglichen Schutz zu übermäßig günstigen Konditionen anbieten. Am Ende sind folgende Faktoren zur Berechnung des monatlichen Beitrags ausschlaggebend:
- Das Alter des Versicherungsnehmers bei Vertragsabschluss
- Der Gesundheitszustand des Versicherten
- Die Art der Pflegeversicherung (Pflegetagegeld-, Pflegekosten- & Pflegerentenversicherung)
- Der Leistungsumfang, zum Beispiel nach Pflegegraden
Rechenbeispiel: private Pflegeversicherung
Musterkunde: Alter bei Vertragsabschluss 35 Jahre, gewünschte Monatsleistung 1.000 €, keine Vorerkrankungen.
„Bereits im Jahr 2020 verzeichnete Deutschland 4,3 Millionen Pflegebedürftige. Im Jahr 2050 wird die Zahl bereits auf 6,5 Millionen Pflegebedürftige geschätzt.“
4. Fazit
Eine private Pflegeversicherung kann echt sinnvoll sein, weil die gesetzliche Pflegeversicherung im Ernstfall oft nicht ausreicht. Die Pflegekosten können schnell richtig hoch werden, und da hilft es, privat vorgesorgt zu haben. Mit einer privaten Pflegeversicherung kannst du selbst bestimmen, wie hoch dein Schutz ist, und dir so mehr finanzielle Sicherheit für den Pflegefall sichern.
Kurz gesagt: Wer auf Nummer sicher gehen will und im Alter nicht alles aus der eigenen Tasche zahlen möchte, ist mit einer privaten Pflegeversicherung gut beraten. Um den passenden Tarif zum besten Preis für Sie zu finden, nutzen Sie gerne unseren kostenlosen Tarifvergleich — kostenfrei und unverbindlich.
Pflegelücken-Rechner: Was bleibt an Ihnen hängen?
Die gesetzliche Pflegeversicherung ist eine Teilkasko: Sie zahlt feste Beträge, die echten Kosten liegen deutlich darüber. Rechnen Sie Ihre Lücke nach Pflegegrad und Versorgungsform aus.
Die häufigsten Fragen zur Private Pflegeversicherung
Was ist eine Pflegeversicherung?
Wie sieht die Beurteilung und Feststellung des Pflegegrades aus?
Ab wann sollte man eine Pflegeversicherung abschließen?
Was ist Kurzzeitpflege?
Benötigen Sie als Beamter ebenfalls eine private Pflegeversicherung?
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