Rechtsschutzversicherung
Jetzt mit der Rechtsschutzversicherung absichern
Die Rechtsschutzversicherung — der ideale Schutz, bevor es zum Rechtsstreit kommt.
1. Was genau ist eine Rechtsschutzversicherung?
Was eine Rechtsschutzversicherung ist, lässt sich kurz und schnell erklären: Eine Rechtsschutzversicherung springt in Fällen eines Rechtsstreits ein. Im Zuge eines Rechtsstreites entstehen schnell Kosten im höheren vierstelligen Bereich. Um Sie vor genau diesen Kosten zu bewahren, schließen Sie die sogenannte Rechtsschutzversicherung ab.
Viel interessanter ist jedoch die Frage, wie die Rechtsschutzversicherung aufgebaut ist. Denn anders als bei anderen Versicherungen ist die Rechtsschutzversicherung nach sogenannten Bausteinen aufgebaut. Die vier großen Bausteine der Versicherung sind: Privatrechtsschutz, Arbeitsrechtsschutz, Verkehrsrechtsschutz und Wohnrechtsschutz.
Doch warum die Bausteine? Ganz einfach: Die Rechtsschutzversicherung funktioniert nach dem sogenannten „Baukastenprinzip“. Das bedeutet im Grunde, dass Sie als Versicherungsnehmer die Leistungen des Versicherungsschutzes selbst bestimmen können. Damit wird gewährleistet, dass Sie auch nur den Schutz erhalten, welchen Sie für Ihre persönliche Lebenssituation benötigen. Als Bewohner Ihrer eigenen Eigentumswohnung benötigen Sie zum Beispiel keinen Rechtsschutz für das Mietrecht. Zu einem gewissen Teil können Sie also nach dem Ausschlussprinzip langfristig die Beitragssätze der Versicherung für Rechtsstreitigkeiten verringern.
Was sind die vier Bausteine im Detail?
In diesem Abschnitt möchten wir Ihnen die vier Bausteine im Detail vorstellen.
Baustein: Privatrechtsschutz
Im Privatrechtsschutz geht es um alle privaten Rechtsfälle — die optimale Ergänzung zur privaten Haftpflichtversicherung. Bei Ärger und Rechtsstreitigkeiten mit den Nachbarn, dem Handwerker, der wiederholt nicht wie vereinbart gearbeitet hat, oder ganz allgemeinen Alltagssituationen kommt der Privatrechtsschutz zum Einsatz und deckt die entstandenen Kosten ab. Des Weiteren springt er auch bei Streitigkeiten mit Händlern oder Dienstleistern ein. Wichtiger Hinweis: Einige Rechtsgebiete gehören grundlegend zum Privatrecht, sind aber nicht automatisch Teil der Privatrechtsschutzversicherung — oft betrifft das Familienrecht, Eherecht, Unterhaltsrecht und Erbrecht. Unter Umständen müssen Sie diese Bereiche mit separaten Bausteinen versichern; einige Anbieter sichern diese Rechtsgebiete jedoch direkt mit ab.
Baustein: Arbeitsrechtsschutz
Hier geht es darum, Ihr Recht im Rahmen des Arbeitsrechts durchzusetzen — um sämtliche Fälle und Rechtsfragen, die Ihr Berufsleben betreffen. Beispiele: offene Lohnzahlungen, ungerechtfertigte oder fehlerhafte Beurteilungen, Widersprüche gegen Kündigungen. In der Regel müssen Sie in Konfliktsituationen die Anwaltskosten vor dem Arbeitsgericht selbst zahlen — insbesondere hier lohnt sich ein Tarif, der auch diese Kosten ganzheitlich übernimmt. Wichtiger Hinweis: Der Baustein Arbeitsrechtsschutz kann nur in Verbindung mit dem Baustein Privatrechtsschutz versichert werden!
Baustein: Verkehrsrechtsschutz
In erster Linie geht es um die Kostenübernahme für alle Streitigkeiten rund um das Verkehrsrecht in Folge eines Verkehrsunfalls — unter anderem Kosten für Anwälte, Zeugen oder Sachverständige. Der Rechtsschutz gilt für Fußgänger, Beifahrer im Taxi, Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel, Fahrrad- und E-Scooter-Fahrer sowie Fahrzeugführer. Der Verkehrsrechtsschutz greift als einzige Rechtsschutz-Art auch ohne Wartezeit nach Abschluss der Versicherung; in speziellen Fällen kann er sogar rückwirkend gültig sein. Er kann außerdem als einzelner Baustein abgeschlossen werden. Wichtiger Hinweis: Bußgelder sowie Ordnungswidrigkeiten wegen zu schnellen Fahrens oder dem Überfahren einer roten Ampel sind nicht abgedeckt!
Baustein: Wohnrechtsschutz
Hier wird zwischen Mietrechtsschutz und Vermieterrechtsschutz differenziert. Sofern Sie nicht über Immobilieneigentum verfügen, raten wir lediglich zum Mietrechtsschutz. Mietrechtsschutz: Kommt es ungewollt zu Konflikten und Rechtsstreitigkeiten mit Ihrem Vermieter, sind zusammenhängende Kosten mit der Wohnung bzw. dem Haus sowie den zugehörigen Garagen, Stell- und Abstellplätzen abgedeckt. Vermieterrechtsschutz: Ausstehende Zahlungen oder die Anmeldung von Eigenbedarf generieren bei Anklage hohe Kosten — der Vermieterrechtsschutz deckt diese und weitere Auseinandersetzungen mit Ihren Mietern ab. Auch wenn Mieter rechtliche Schritte gegen Sie einleiten, sind Sie geschützt. Dieser Schutz kann zudem als gesonderte, eigenständige Versicherung abgeschlossen werden.
Weitere Bausteine
Die Vorteile einer guten Rechtsschutzversicherung
- Voller Rechtsbeistand
- Oftmals wird eine kostenlose Erstberatung angeboten
- Der Verkehrsrechtsschutz ist oft gültig ohne Wartezeit
- Über die Selbstbeteiligung hinaus werden alle weiteren Kosten übernommen
- Baukastensystem: Sie entscheiden über Schutz und Kosten
- Die Beitragskosten sind vergleichsweise gering im Vergleich zu den anfallenden Kosten eines laufenden Rechtsstreites
- Die Möglichkeit eines Familientarifs besteht oftmals gegen einen geringen Aufpreis
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Jetzt Angebot anfragenIst eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll?
Der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung ist in erster Linie aufgrund der potenziell anfallenden Kosten so sinnvoll. Wenige andere Versicherungsbereiche können derart hohe Kosten und Summen generieren wie im Rechtsstreit. Per Gesetz haften Sie als volljährige Person mit Ihren eigenen Finanzen und im Zweifel sogar mit Ihrem Eigentum. Um Ihnen lebenslange Schulden zu ersparen, kann Ihnen die Rechtsschutzversicherung helfen. Auch wenn in der Theorie jeder, ob bewusst oder unbewusst, einen Rechtsfall auslösen kann, lassen sich die sinnvollen Personengruppen eingliedern.
Für diese Gruppen ist der Schutz besonders sinnvoll
Die Gruppe der Vielfahrer
Als regelmäßiger Verkehrsteilnehmer ist die Chance eines Rechtsfalls im Verkehrsrecht durchaus höher als bei einem Otto-Normal-Bürger. Demnach ist der Baustein Verkehrsrecht besonders interessant für Vielfahrer. Ungeklärte Schuldfragen nach Verkehrsunfällen werden vom Versicherer geklärt und die Kosten, je nach Höhe der Selbstbeteiligung, übernommen. Interessant ist ebenfalls, dass sowohl Radfahrer als auch Fußgänger vom Verkehrsrechtsschutz profitieren. Weitere Pluspunkte: Der Baustein Verkehrsrecht ist relativ günstig UND zumeist der einzige Baustein ohne Wartezeit.
Die Gruppe der Angestellten
Sicherheit und ein geregeltes Einkommen sind unser aller Wunsch, dennoch gibt es Betriebe oder Branchen, in denen ein höheres Risiko eines Rechtsstreits besteht. Wenn dies bereits absehbar ist, lohnt es sich auf jeden Fall, eine Arbeitsrechtsschutzversicherung abzuschließen. Teil des Versicherungsschutzes sind unter anderem der Schutz vor ungerechtfertigten Abmahnungen sowie Kündigungen oder Streitigkeiten hinsichtlich der Arbeitszeit und des Arbeitsvertrags. Im Arbeitsrecht ist geregelt, dass in der ersten Instanz jede Partei ihre Anwaltskosten selbst zu tragen hat — ohne Absicherung kann ein Rechtsstreit existenzielle Auswirkungen verursachen.
Die Gruppe der Freiberufler und Selbstständigen
Besonders als Freiberufler oder Selbstständige(r) sind Sie einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Sie haben eine Eigenverantwortung gegenüber Ihren Mitarbeitern und oftmals vermehrten Kundenkontakt. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Rechtsstreits. Der Kostenaufwand ist oftmals sehr hoch — demnach lohnt sich für diese Berufsgruppe eine ordentliche Rechtsschutzversicherung auf jeden Fall!
Die Gruppe der Mieter und Vermieter
Ob Mieter oder Vermieter — eines der beiden trifft auf Sie sicherlich zu und ist Teil Ihres Alltags. Falsche Abrechnungen, unberechtigte Mieterhöhungen oder eine plötzliche Kündigung auf Eigenbedarf sind keineswegs ungewöhnliche Szenarien als Mieter. Aber auch als Vermieter ist es nicht ungewöhnlich, mit Krisen wie unbezahlten Mieten in Berührung zu kommen. Ganz gleich, welcher Gruppe Sie angehören: Streitigkeiten sind stets mühsam und kostenintensiv — der Schutz durch einen Rechtsschutz ist sinnvoll.
Die Gruppe der Familien
Sie können ebenfalls einen Rechtsschutz abschließen, welcher Ihre Familie inkludiert. Das bedeutet, Ihr Ehepartner sowie Ihre Kinder wären Teil des Versicherungsschutzes. Der Aufpreis ist oftmals nur sehr gering, sodass es sich für Sie lohnen kann, darauf besonders zu achten.
„Rechtsschutz ist nicht nur was für Vielkläger. Unsere Empfehlung: Eine Rechtsschutzversicherung ist dann sinnvoll, wenn Sie sich vor den oft hohen Kosten für Anwälte, Gutachter oder Gerichtsverfahren schützen möchten — etwa bei Streit mit dem Arbeitgeber, Behörden, Nachbarn oder Dienstleistern. Wählen Sie am besten gezielt die Bausteine, die zu Ihrer Lebenssituation passen (z. B. Privat-, Berufs-, Verkehrs- oder Wohnrechtsschutz). Aus der Praxis: Ein Finanzgewissen-Kunde hatte Ärger mit einem Handwerksbetrieb, der fehlerhaft gearbeitet hatte und sich weigerte nachzubessern. Ohne die Rechtsschutzversicherung hätte er sich den Anwalt gespart — so konnte er sein Recht durchsetzen, ohne auf den Kosten sitzenzubleiben. Fazit: Ob beim Bau, im Job oder im Alltag — rechtliche Auseinandersetzungen können schnell teuer werden. Eine passende Rechtsschutzversicherung sichert Sie finanziell ab, wenn Sie Ihr gutes Recht einfordern müssen.“
2. Leistungen einer Rechtsschutzversicherung
Die Kosten in einem Rechtsstreit erreichen schnell mehrere tausend Euro. Wird in Folge des Rechtsstreites noch ein Gang vor Gericht angeordnet, summieren sich die Kosten erneut. Hinzu kommt, dass Sie in Streitfällen mit Ihrem Arbeitgeber oder Vermieter sowie den Behörden oftmals den Kürzeren ziehen — die Genannten sind oft gut versichert, und ohne entsprechenden Schutz stehen die Chancen für Sie sehr schlecht. Die Rechtsschutzversicherung bewahrt Sie genau vor diesen finanziellen Krisen: Oft wird ein großer Teil der Kosten gedeckt und vom Versicherer übernommen. Das bewahrt Sie auch vor Zurückhaltung — als Privatperson überlegen Sie es sich sonst zweimal, ob Sie den Rechtsstreit eingehen wollen oder weiterhin mit der Situation verbleiben. Eine Rechtsschutzversicherung gibt Ihnen eben diese Flexibilität und Sicherheit, um Ihr Recht durchzusetzen!
Übersicht aller enthaltenen Leistungen
- Die freie Wahl eines Anwalts
- Die Kostenübernahme des Anwalts
- Die Übernahme von Gerichtskosten
- Die Gebühren der Gegenseite
- Die Übernahme der Kosten für Sachverständige, Gutachter und Zeugen
- Die Kostenübernahme für Schieds- oder Schlichtungsverfahren
- Mediationsverfahren
- Die Strafverfolgungskaution im Ausland
Doch wann zahlt die Rechtsschutzversicherung letztendlich?
Ist der betroffene Rechtsbereich überhaupt Teil des Tarifs?
Klingt eigentlich total logisch und ist dennoch nicht jedem bewusst: Die Wahl der Bausteine entscheidet letzten Endes, ob die Kostenübernahme greift. Als private Person wählen Sie vermutlich nur bestimmte Bausteine wie „Privatrecht“ oder „Berufsrecht“. Wenn Sie allerdings im Zuge eines Rechtsstreits im Bereich „Verkehrsrecht“ Kosten verursachen, werden diese logischerweise nicht übernommen, da sie nicht Teil Ihres Tarifs sind.
Ist Ihre vereinbarte Wartezeit bereits abgelaufen?
Die Kostenübernahme greift nur, wenn der Sachverhalt vor oder nach der Wartezeit begann, jedoch nicht innerhalb der Wartezeit. Beispiel: Sie haben vor 3 Monaten eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen und unterschreiben nun einen neuen Arbeitsvertrag — dann wird Ihnen im Falle eines Rechtsstreites die Kostenübernahme gewährleistet. Andernfalls entfällt der Anspruch. Wichtiger Hinweis: Die Wartezeit bedeutet nicht, dass Streitigkeiten erst nach Ablauf der Wartezeit gemeldet werden können — dem Versicherer geht es um den zeitlichen Ausgangspunkt des Sachverhalts, also ab wann es zur Streitigkeit kam.
Wie hoch fällt die Selbstbeteiligung aus?
Die Höhe der Selbstbeteiligung ist abhängig vom gewählten Tarif. Falls Sie beim Vertragsabschluss eine Selbstbeteiligung von 500 Euro vereinbart haben, müssen diese in Eigenleistung erbracht werden, sofern es zu einem Rechtsstreit kommt. Übersteigen die Kosten des Rechtsstreites 500 Euro, werden alle weiteren Kosten vom Versicherungsgeber übernommen. Wichtiger Hinweis: Für jede anfallende Rechtsangelegenheit muss die Selbstbeteiligung nur einmal entrichtet werden — geht es im Zuge eines Gerichtsurteils in mehrere Runden, zahlen Sie die Selbstbeteiligung nicht vor jeder Verhandlung, sondern nur einmalig.
Gibt es Rechtsansprüche, bei denen nicht gezahlt wird?
Ja, die gibt es definitiv — nämlich immer dann, wenn der Rechtsfall nicht Inhalt Ihres gebuchten Rechtsbereichs ist. Wenn Sie sich zum Beispiel nur für den Privatrechtsschutz entschieden haben und Ihr Rechtsstreit in den Bereich Arbeitsrecht fällt, erhalten Sie keinerlei finanzielle Unterstützung von Ihrem Versicherer. Einige Versicherer bieten allerdings eine kostenlose telefonische Anwaltsberatung an — auch dann, wenn der Fall außerhalb des Geltungsbereichs liegt.
3. Kosten einer Rechtsschutzversicherung
Was kostet eine Rechtsschutzversicherung? Nachfolgend eine Übersicht der durchschnittlich anfallenden Kosten. Kostenmodell als Single:
| Tarifstufe | Eigenbeteiligung | Bausteine | Monatsbeitrag |
|---|---|---|---|
| Basis | 150 € | Privat, Beruf & Verkehr | 22,09 € |
| Komfort | 150 € | Privat, Beruf & Verkehr | 25,77 € |
| Premium | 150 € | Privat, Beruf & Verkehr | 35,27 € |
Kostenmodell als Familie
| Tarifstufe | Eigenbeteiligung | Bausteine | Monatsbeitrag |
|---|---|---|---|
| Basis | 150 € | Privat, Beruf & Verkehr | 33,27 € |
| Komfort | 150 € | Privat, Beruf & Verkehr | 37,80 € |
| Premium | 150 € | Privat, Beruf & Verkehr | 51,97 € |
Bei der Rechtsschutzversicherung gibt es eine relativ sichtbare Kostenvarianz. Neben den Basis-, Komfort- und Premium-Tarifen verändern die Bausteine und die Wahl eines Single- oder Familientarifs den monatlichen Beitrag deutlich. Insbesondere deshalb empfiehlt sich eine Beratung vor Abschluss — nicht der richtige Tarif dabei? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf, wir erstellen Ihnen kostenfrei ein individuelles Angebot!
Für wen lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung?
Im Grunde genommen lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung für jede Person ab dem Erreichen des 18. Lebensjahres. Denn dann sind Sie voll haftbar und müssen im Falle eines Rechtsstreites die Kosten ohne eine Rechtsschutzversicherung vollständig und alleine tragen. Ob dies jedoch immer zwingend notwendig bzw. sinnvoll ist, erfahren Sie weiter unten.
Dabei gibt es nach oben hin nur wenig Grenzen. Denn auch Senioren können ungewollt für Rechtsstreitigkeiten sorgen. Besonders im hohen Alter möchten Sie sich nicht noch den Kopf zerbrechen, weil man Ihnen einen unglücklichen Unfall als Straftat unterjubeln möchte. Viel wichtiger ist eher die Entscheidung, welche Bausteine im Alter zwingend benötigt werden: Ein Senior benötigt unter Umständen weder eine Absicherung im Mietrecht noch im Arbeitsrecht — dafür aber beispielsweise im Verkehrsrecht, vorausgesetzt, die Person nimmt noch aktiv am Verkehr teil. Somit lassen sich die Kosten geringer halten oder gänzlich einsparen.
Für junge Leute hingegen ist das Arbeitsrecht enorm wichtig. Frisch aus der Schule können Unwissenheit und Neugier zu ungewollten unternehmerischen Maßnahmen führen, welche wiederum zur Entlassung oder Benachteiligung beitragen. Aufgrund des jungen Alters ist ein finanzieller Puffer sicherlich noch nicht aufgebaut, um die Kosten eines Rechtsstreits tragen zu können.
Für wen ist eine Rechtsschutzversicherung nicht sinnvoll?
Die Gruppe der Pensionäre und Rentner
Durch Ihren Status nehmen Sie nicht mehr am Berufsleben teil. Falls Sie darüber hinaus auch nicht aktiv am Verkehr teilnehmen, ist ein Rechtsschutz nicht unbedingt notwendig.
Die Gruppe der Studenten
Sie können Ihre Liebsten oftmals mit in den Rechtsschutz integrieren — Ehepartner und Kinder eingeschlossen. Demnach sind Studenten oft über die Familienversicherung abgesichert und benötigen keinen eigenen Schutz.
Die Gruppe der Gewerkschafter
Als Mitglied einer Gewerkschaft profitieren Sie oftmals von einem inkludierten Arbeitsrechtsschutz.
Die Gruppe des Mieterbundes
Wenn Sie Teil des Mieterbundes sind, erhalten Sie darüber eine Art Rechtsschutz. Sofern die angebotene Leistung ausreichend ist, können Sie sich die Extrakosten für den Mietrechtsschutz sparen. Vergewissern Sie sich allerdings, in welchem Umfang der Schutz für Sie haftet.
Abschließend lässt sich festhalten, dass es zum einen nur wenige Personengruppen gibt, für die ein Rechtsschutz weniger sinnvoll ist, und zum anderen sind bei den meisten auch nur ein Teil der Bausteine außen vor. Als Mitglied einer Gewerkschaft profitieren Sie möglicherweise vom Arbeitsrechtsschutz und können somit Kosten einsparen — das bedeutet allerdings nicht, dass die weiteren Bausteine weniger sinnvoll sind. Denn letzten Endes kann für Sie ein Mietrechtsschutz ebenfalls sinnvoll und wichtig sein.
Wenn Sie das alles nun völlig überfordert und Sie nicht wissen, ob es ratsam ist, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen: Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns völlig kostenlos und unverbindlich. Wir können Sie in jeder Hinsicht bestens beraten, und am Ende sparen Sie möglicherweise unnötige Zusatzkosten ein!
4. Wann sollte man eine Rechtsschutzversicherung abschließen?
Die Frage, „wann“ Sie am besten eine Rechtsschutzversicherung abschließen sollten, lässt sich nicht pauschal beantworten. Als Anhaltspunkt können wir Ihnen etwa das 18. Lebensjahr nennen. Denn ab dem Zeitpunkt sind Sie erwachsen und voll strafmündig. Des Weiteren haften Sie ab dann in Schadensfällen ohne Versicherungsschutz mit Ihrem eigenen Vermögen. Die einzige Ausnahme bildet der Familientarif: Wenn Sie frisch 18 Jahre jung geworden, aber Teil des Familientarifs sind, benötigen Sie nicht zwingend eine eigenständige Rechtsschutzversicherung.
Ein weiterer sinnvoller Zeitpunkt könnte eine sich anbahnende Streitigkeit sein. Wenn bereits absehbar ist, dass Ihnen künftig problematische Rechtsstreitigkeiten bevorstehen, kann der Abschluss durchaus Sinn machen. Mithilfe der oftmals angebotenen Erstberatung können Sie sich ggf. präventiv darauf vorbereiten, fortan richtig zu handeln und für keine weitere Angriffsfläche zu sorgen. Bitte beachten Sie allerdings die Wartezeit: Wenn Sie davon ausgehen, dass sich ein Rechtsstreit mit Ihrem Vermieter bereits eine Woche nach Abschluss anbahnt, werden Ihnen aufgrund der häufigen 3-monatigen Wartezeit keine Kosten erstattet.
5. Fazit
Abschließend können wir festhalten, dass eine Rechtsschutzversicherung mitunter zu den komplexesten Versicherungen gehört. Neben dem Baukastensystem gibt es viele weitere Faktoren zu beachten, bevor Sie blindwegs eine Rechtsschutzversicherung abschließen. Speziell aus diesen Gründen würden wir Ihnen immer eine Beratung empfehlen. Am Ende ist es in Ihrem Interesse, dass Sie zum einen richtig versichert sind — mit dem Schutz, den Sie auch benötigen — und zum anderen, dass Sie Kosten einsparen können.
Fakt ist: Eine Rechtsschutzversicherung lohnt sich beinahe für jeden. Ob gewollt oder ungewollt, ein Rechtsstreit kann im Leben nun mal auf Sie zukommen, und die damit verbundenen Kosten sind zumeist aus eigener Tasche nicht tragbar. Auch anwalt.org setzt sich mit dem Thema Rechtsschutzversicherung auseinander.
Die häufigsten Fragen zur Rechtsschutzversicherung
Kann ich eine Rechtsschutzversicherung auch rückwirkend abschließen?
Ist eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll?
Was beinhaltet eine Rechtsschutzversicherung?
Ist der Anwalt vom Versicherer vorgegeben?
Greift die Rechtsschutzversicherung auch bei einer Scheidung?
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