Sollten Cyber-Sicherheitsfaktoren deine Entscheidung einer Bank beeinflussen?

fachlich geprüft durchDennis Becker
veröffentlicht am23. Juni 2025
Lesezeit3 Min.
Illustration: Sollten Cyber-Sicherheitsfaktoren deine Entscheidung einer Bank beeinflussen?

Die Entscheidung für die richtige Online-Bank hängt heute nicht nur von den Zinsen und Finanzprodukten ab. Vielmehr müssen Verbraucher einen scharfen Blick auf die vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen werfen, denn Cyberkriminalität nimmt zu. Worauf Sie bei der Cyber-Sicherheit beim Banking genau achten müssen und welche Faktoren entscheidend sind – jetzt im Anschluss.


Auf den Punkt: Cyber-Sicherheit beim Banking

Der Kernfaktor: Moderne Sicherheitsstandards wie Hardware-Token, App-basierte Freigaben ohne SMS-TAN und strenge Biometrie-Verfahren minimieren Phishing- und Kontodiebstahlrisiken. Ein Institut mit transparentem Sicherheitskonzept und schneller Kartensperrung schützt Einlagen aktiv vor Cyberkriminalität.

Cyberkriminalität im Überflug

Mit der Zunahme der Datentransfers im Internet steigt gleichzeitig das Risiko für Angriffe durch Hacker und Cyberkriminelle. Die Sicherheitsbehörden geben an, dass von Jahr zu Jahr die Anzahl der Angriffe um zweistellige Prozentsätze steigt. Dabei erhöhen sich vor allem die Angriffe aus dem Ausland heraus. Die Zahl der inländischen Angriffe ist hoch, nimmt aber aktuell kaum oder nicht zu, wie Innenministerin Nancy Faeser angibt.

Typische Formen der Cyberkriminalität in Deutschland sind:

  • Identitätsdiebstahl
  • Botnetze
  • Phishing & Spam
  • Schadprogramme aller Arten
  • Social Engineering

VPN als sichere Basis fürs Online-Banking

Einen sicheren Schutz für finanzielle Aktivitäten im Netz bietet eine VPN-Software. Diese erzeugt eine geschützte Zone, in die Dritte keinen Einblick haben. Das ist besonders sinnvoll, wenn man von unterwegs aus Zahlungen und Transaktionen durchführen möchte und beispielsweise öffentliche WLAN-Netze verwenden muss. Sicherheitsexperten raten von vornherein von der Nutzung öffentlicher WLANs ab, wenn Bankaktivitäten durchgeführt werden.

Von Banken implementierte Sicherheitsfaktoren

Der Schutz des eigenen Geräts, sei es das Smartphone, der stationäre PC oder ein Laptop, reicht jedoch für sichere Transaktionen nicht aus. Einfache Sicherheitsmaßnahmen kann man bereits als Nutzer umsetzen. Vor allem im öffentlichen Raum sollte man sich unbedingt der Gefahr des sogenannten Shoulder Surfings bewusst sein. Hierbei handelt es sich um die Tatsache, dass Mitmenschen Zugangsinformationen zu Bezahl-Apps erhalten, indem sie über die Schulter schauen. Die Pflicht von starken Passwörtern ist Standard. Hierbei sollte man einfache Daten wie Geburtsdatum oder den Namen des Ehepartners möglichst umgehen und schwierigere Kombinationen wählen.

Die Bank der Wahl muss von ihrer Seite aus auch einige Sicherheitsmaßnahmen aktiviert haben, um Kunden den größtmöglichen Schutz zu gewährleisten. Dazu zählen die folgenden Punkte:

  • Sichere und verschlüsselte Verbindungen, die mit dem Kürzel „https://“ angezeigt werden. Hier sollte auch das bekannte kleine Schloss zu sehen sein, das eine sichere Website bestätigt.
  • TAN-Verfahren werden bei Transaktionen genutzt. Hierbei wird für die Bestätigung einer Überweisung eine PIN an das Smartphone oder die E-Mail-Adresse gesendet. Nur mit der Eingabe dieser PIN wird die entsprechende Aktion durchgeführt.
  • 2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung) sorgt für eine weitere Stufe an Sicherheit. Denn hier muss man nicht nur das eigentliche Passwort für den Login zur Hand haben, sondern zusätzlich noch einen zweiten Faktor. Das können PINs sein, die per SMS zugeschickt werden, Push-Nachrichten, die bestätigt werden müssen, oder ein biometrischer Faktor wie ein Fingerabdruck oder ein Augenscan.
  • Personalisierte Tageslimits sind ein weiterer sinnvoller Schritt, um sich vor Betrügereien und Diebstahl zu schützen. Das Limit für Transaktionen sollte so gering wie möglich eingestellt werden, um im schlimmsten Fall nur einen kleinen Verlust ertragen zu müssen.
  • Cache-Leerung in Kombination mit einem sicheren Logout erhöht ebenfalls den Sicherheitsaspekt. Auf diese Weise ist es für Dritte wesentlich schwieriger, an sensible Daten zu kommen.

Fazit

Cyber-Sicherheitsfaktoren müssen bei der Wahl einer Online-Bank unbedingt berücksichtigt werden. Die Angriffe und die Art und Weise, wie sensible Daten abgeschöpft werden, werden immer kreativer. Mit einem verantwortungsbewussten Umgang mit Daten, sicheren Netzwerken, Sicherheits-Apps wie VPNs und den implementierten Sicherheitsfunktionen der Bank sinkt das Angriffsrisiko jedoch immens.

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