Sterbegeldversicherung
Jetzt mit der Sterbegeldversicherung vorsorgen
Was kostet die ideale Sterbegeldversicherung im Vergleich, was ist abgedeckt und auf welche Leistungen sollten Sie unbedingt achten?
1. Was ist eine Sterbegeldversicherung?
Warum ist eine Sterbegeldversicherung so sinnvoll? Eine Sterbegeldversicherung gewährt nach dem Ableben des Versicherungsnehmers eine vorher vereinbarte Summe (Kapitalzahlung) an die Hinterbliebenen. Üblicherweise bewegen sich die Beträge zwischen 5.000 Euro und 15.000 Euro. Die monatlichen Beiträge steigen mit zunehmender Versicherungssumme. Mit dem ausgezahlten Betrag können die Hinterbliebenen die Bestattungskosten decken — wie beispielsweise die Bestattungsart, die Trauerfeier, den Sarg oder die Urne sowie den Grabstein.
Beim Abschluss benennt der Versicherungsnehmer in der Regel eine Person als Bezugsberechtigten, der die Versicherungssumme nach dem eigenen Ableben für die Bestattung zusteht. Normalerweise wählt man eine Person aus, die sich später um die Bestattung kümmern soll — wie zum Beispiel den Ehepartner, das Kind oder einen engen Freund.
Die Beitragszahlungsdauer ist in der Regel begrenzt, sodass man nur bis zu einem bestimmten vereinbarten Alter Beiträge einzahlt. Üblich ist es, die Zahlungen im Alter von 65 oder 85 Jahren zu beenden, abhängig vom Einstiegsalter. Dennoch bleibt der Versicherungsschutz lebenslang bestehen. Sollte der Versicherte während der Beitragszahlungsdauer versterben, zahlt die Versicherung dennoch an die Hinterbliebenen aus.
Es ist jedoch üblich, dass eine Wartefrist von 12 bis 18 Monaten besteht. Das bedeutet, dass die Sterbegeldversicherung die volle Versicherungssumme erst auszahlt, wenn der Versicherte mindestens zwölf oder 18 Monate nach Vertragsabschluss gelebt hat. Verstirbt die Person vor Ablauf dieser Wartefrist, zahlt die Versicherung entweder einen Teil der geleisteten Beiträge an die Erben aus oder beteiligt sich zumindest anteilig an den Bestattungskosten. Bei einem Unfalltod verzichten viele Versicherer auf die Wartezeit oder verkürzen sie — in einigen Fällen zahlen Versicherer sogar das Doppelte der vereinbarten Versicherungssumme aus. Bei Suizid zahlen einige Versicherer nur, wenn der Vertragsabschluss bereits zwei oder drei Jahre zurückliegt.
Wie hoch sind die Kosten einer Bestattung in Deutschland?
Die Kosten einer Bestattung in Deutschland sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Im Folgenden die wichtigsten Aspekte, die die Kosten beeinflussen:
- Art der Bestattung: Die Kosten variieren je nach gewählter Bestattungsart, wie z. B. Erdbestattung, Feuerbestattung oder Naturbestattung
- Friedhofskosten: Die Kosten für die Nutzung eines Friedhofs können je nach Gemeinde stark variieren
- Bestattungsinstitut: Die Dienstleistungen eines Bestattungsinstituts — wie Überführung, Vorbereitung der Trauerfeier und Beschaffung von Dokumenten — können unterschiedliche Kosten verursachen
- Trauerfeier und Grabstein: Die Kosten für die Trauerfeier, einschließlich Blumenschmuck, Trauerredner und Musik, sowie die Auswahl und Gestaltung eines Grabsteins beeinflussen die Gesamtkosten
- Weitere Kosten: Zusätzliche Kosten können für Sterbeurkunden, Einäscherung oder Grabpflege anfallen
Wer braucht eine Sterbegeldversicherung?
Die Sterbegeldversicherung entlastet Ihre Familie bei Ihrer Bestattung finanziell. Eine spätere Pflegebedürftigkeit kann alle Einsparungen aufbrauchen — die Versicherungssumme der Sterbegeldversicherung ist jedoch Teil des geschützten Vermögens und wird nicht von Pflegekosten angerührt. Bis 2003 hatten viele Deutsche Anspruch auf Sterbegeld von der gesetzlichen Krankenkasse im Todesfall. Heute müssen die Angehörigen im Todesfall meist den Bestatter bezahlen — ohne Zuschuss von Krankenkasse oder Staat. Einzige Ausnahme ist das Sterbegeld für Beamte.
Ein weiterer großer Vorteil der Bestattungsversicherung ist, dass die Versicherungssumme als Schutzgut gilt. Wenn Sie pflegebedürftig werden oder Ihren Arbeitsplatz verlieren, greift der Staat auf Ihre vorhandenen Rücklagen zurück, bevor er Sie unterstützt. Angespartes, was sorgfältig privat für Ihre Familienmitglieder aufbewahrt wurde, wird schnell aufgebraucht sein. Auch im Pflegefall können die Pflegekosten vor allem die privaten Ersparnisse stark belasten. Mit einer Sterbegeldversicherung lassen Sie Ihre Familie zumindest nicht die Bestattungskosten übernehmen, wenn die Pflegekosten Ihr gesamtes Erbe aufbrauchen.
Die Vorteile einer guten Sterbegeldversicherung
- Finanzielle Absicherung der Hinterbliebenen: Bestattungskosten werden von der Versicherung übernommen und der Hinterbliebene wird vor hoher Belastung bewahrt
- Versicherung ohne Gesundheitsfragen: Es gibt Sterbegeldversicherungen ohne Gesundheitsfragen — jedoch mit Wartezeiten
- Ohne Altersgrenze: Eine Sterbegeldversicherung kann bis zu einem Alter von 85 Jahren abgeschlossen werden
- Ungeachtet des Erbes: Auch beim Ausschlagen des Erbes wird die Sterbegeldversicherung an Hinterbliebene für die Bestattung ausgezahlt — vorausgesetzt, es gibt eine bezugsberechtigte Person
- Festlegung der eigenen Wünsche: Es können die eigenen Wünsche zur Bestattung festgelegt werden, für die das Geld der Versicherung bestimmt ist
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Jetzt Angebot anfragenIst eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?
Ob eine Sterbegeldversicherung sinnvoll ist, muss jeder für sich selber entscheiden. Man muss sich nur im Klaren sein, dass eine Beerdigung im Durchschnitt 5.000 bis 8.000 € kostet und die Hinterbliebenen vor ein großes Problem stellen kann. Zur Trauerbewältigung kommen dann noch die finanziellen Sorgen hinzu. Um diesen Sorgen schon mal auszuweichen, ist eine Vorsorge in Form einer Sterbegeldversicherung auf jeden Fall sinnvoll. Auch die Planung und die Wünsche der eigenen Bestattung können im Vorfeld geregelt werden.
„Verbraucher sollten beim Abschluss einer Sterbegeldversicherung darauf achten, dass der Versicherer eine Beitragsgarantie bietet — was bedeutet, dass der Beitrag durchgehend gleich bleibt.“
2. Leistungen einer Sterbegeldversicherung
Die Sterbegeldversicherung kann auch als eine kleine Risikolebensversicherung betrachtet werden. Die Leistung wird ausgezahlt, wenn der Versicherte stirbt; die Höhe der Auszahlung ist im Voraus geregelt und vereinbart. Die Sterbegeldversicherung ist keine direkte Absicherung für die Hinterbliebenen, sondern dazu gedacht, die Kosten für eine Bestattung zu decken:
- Bestatterkosten
- Beurkundungen
- Überführungen
- Friedhofsgebühren
- Grabschmuck
- Trauerfeier
- Grabpflege
- Todesanzeigen etc.
Einige Versicherer haben es so festgelegt, dass sich die Auszahlungssumme im Falle eines Unfalltodes verdoppelt — hier müsste man je nach Tarif vor Abschluss schauen. Außerdem gibt es Versicherungsgesellschaften, die die Möglichkeit bieten, die angesparte Summe im Voraus auszuzahlen, um z. B. medizinische Behandlungen zu zahlen.
3. Kosten einer Sterbegeldversicherung
Was kostet eine Sterbegeldversicherung? Eine Sterbegeldversicherung wird unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren berechnet, wie z. B. dem Alter. Sterbegeldversicherungen mit Gesundheitsfragen sind meist günstiger als ohne, da ohne Gesundheitsfragen ein größeres Risiko eingegangen wird. Um einen günstigen Beitrag zu bekommen, sollte man recht früh damit anfangen, diese für Hinterbliebene und die Bestattung abzuschließen — da die Ansparphase dann recht lang ist, ist der Beitrag entsprechend günstiger.
Typische Tarifmodelle
Mit oder ohne Gesundheitsfragen
Eintrittsalter: 18 bis 74 Jahre. Versicherungssumme: 3.000–20.000 €. Wartezeit: 24 Monate (außer Unfalltod). Unfalltod: doppelte Leistung.
Unsere Empfehlung
Lebenslanger Versicherungsschutz, ohne Gesundheitsfragen, nur 2 Jahre Wartezeit bis zur vollen Todesfallsumme, beachtliche Überschussbeteiligung, Versicherungssummen zwischen 2.500 Euro und 12.500 Euro.
Alternative Variante
Eintrittsalter: 18 bis 75 Jahre. Versicherungssumme: 3.000–15.000 €. Wartezeit: 36 Monate.
Rechenbeispiel: Sterbegeldversicherung
Alle Preisbeispiele mit Wartezeit (bis 18 Monate), konstanten Beiträgen, ohne Gesundheitsprüfung, gerundete Preise:
| Alter | Versicherungssumme | Anbieter | monatlicher Beitrag | Beitragsdauer |
|---|---|---|---|---|
| 40 | 7.000 € | Allianz² | 28 € | bis 65 |
| 40 | 7.000 € | Allianz² | 18 € | bis 85 |
| 50 | 9.000 € | Allianz² | 60 € | bis 65 |
| 50 | 9.000 € | Allianz² | 33 € | bis 85 |
| 60 | 6.000 € | Die Bayerische³ | 45 € | bis 75 |
| 60 | 6.000 € | Allianz² | 33 € | bis 85 |
| 70 | 8.000 € | Hannoversche⁴ | 164 € | bis 75 |
| 70 | 8.000 € | Allianz² | 74 € | bis 85 |
² Tarif Bestattungsschutzbrief · ³ Tarif Bestattungsgeld · ⁴ Tarif L6 Plus. Quelle: Finanzgewissen-Recherche, Check24 (Stand: 11. August 2022). Nicht der richtige Tarif dabei? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf — wir erstellen Ihnen kostenfrei ein individuelles Angebot!
4. Sinnvolle Alternativen zur Sterbegeldversicherung
Sparkonto eröffnen
Eine Option ist, regelmäßig Geld auf ein Tagesgeldkonto einzuzahlen, um für die Bestattung vorzusorgen. Hierbei kann man jederzeit auf das Geld zugreifen. Um sicherzustellen, dass das angesparte Geld ausschließlich für die Beerdigung verwendet wird, kann ein Sperrvermerk auf dem Konto eingerichtet werden — dadurch steht das Kapital plus Zinsen im Todesfall ausschließlich für die Bestattung zur Verfügung. Allerdings kann das Sozialamt im Falle von Grundsicherung im Alter verlangen, dass dieses Geld aufgebraucht wird.
Das Erbe einsetzen
Wenn die Absicht besteht, den Kindern später etwas zu vererben, kann die Bestattung aus dem Erbe bezahlt werden. Dafür eignen sich Guthaben auf Bankkonten oder eine Lebensversicherung am besten. Beachten Sie jedoch, dass die Kinder erst in Vorleistung treten müssen, da das Erbe erst einige Wochen oder Monate nach dem Tod eröffnet wird. Geld aus einer Immobilie erhalten die Kinder nur durch Verkauf oder einen Hauskredit.
Rente im Sterbevierteljahr
In den ersten drei Monaten nach dem Tod des Ehepartners erhalten viele Witwer und Witwen eine erhöhte Witwenrente. Diese sogenannte „Sterbevierteljahr“-Leistung entspricht der gesetzlichen Altersrente des Verstorbenen in voller Höhe. Dieses Geld kann helfen, zumindest einen Teil der Bestattungskosten zu decken. Es besteht auch die Möglichkeit, einen Vorschuss bei der Deutschen Rentenversicherung zu beantragen, sofern der verstorbene Ehepartner bereits eine Altersrente bezogen hat — dieser Vorschuss kann jedoch nur innerhalb von 30 Tagen nach dem Ableben beantragt werden.
Vorsorgevertrag abschließen
Es besteht die Möglichkeit, die eigene Bestattung ungeachtet der Angehörigen zu planen und zu bezahlen. Mit einem Bestattungsinstitut kann ein Vorsorgevertrag vereinbart werden, der alle Einzelheiten der Bestattung regelt. Das Geld für die Bestattung sollte dabei bereits angespart worden sein. Es ist wichtig, im Voraus abzuklären, ob der Vertrag nachträglich geändert werden kann — z. B. wenn man an einem anderen Ort beerdigt werden möchte. Die Zahlung erfolgt am besten auf ein Treuhandkonto, das als zweckbestimmte Bestattungsvorsorge gilt und vor einer Insolvenz des Bestattungsinstituts schützt. Solange der Betrag angemessen ist, hat das Sozialamt keinen Zugriff darauf.
Risikolebensversicherung abschließen
Eine Risikolebensversicherung dient nicht der Begleichung der Bestattungskosten, sondern der Absicherung der Hinterbliebenen im Falle des Wegfalls des Einkommens.
„Das Sterbegeld ist zweckgebunden und soll die Bestattung des Versicherungsnehmers finanzieren!“
5. Fazit Sterbegeldversicherung
Eine Sterbegeldversicherung kann eine sinnvolle Option sein, um finanzielle Belastungen für Hinterbliebene im Zusammenhang mit einer Bestattung abzudecken. Die Kosten können je nach individuellen Faktoren wie Eintrittsalter, gewünschter Versicherungssumme und Vertragslaufzeit variieren — in der Regel sind die Beiträge jedoch erschwinglich.
Eine Sterbegeldversicherung bietet den Vorteil, dass der Versicherungsschutz bereits kurz nach Vertragsabschluss besteht und nach Ablauf der Wartezeit oder sofort die volle Versicherungssumme ausgezahlt werden kann, ungeachtet der eingezahlten Beiträgen. Zudem sind Ansprüche aus Sterbegeldversicherungen in der Regel nicht pfändbar, was bedeutet, dass das Kapital für die Bestattungsvorsorge geschützt ist.
Es ist ratsam, verschiedene Angebote von Versicherungsunternehmen zu vergleichen und die Vertragsbedingungen sorgfältig zu prüfen, um eine passende Sterbegeldversicherung zu finden. Alternativ zur klassischen Sterbegeldversicherung gibt es auch andere Bestattungsvorsorge-Optionen, die in Betracht gezogen werden können. Letztendlich ermöglicht eine Sterbegeldversicherung den Hinterbliebenen, sich um die finanzielle Seite einer Bestattung keine Sorgen machen zu müssen und sich auf die emotionalen Aspekte des Abschieds konzentrieren zu können. Eine frühzeitige Planung hilft, den eigenen Wünschen für die Bestattung entsprechend vorzusorgen und den Angehörigen eine finanzielle Entlastung zu bieten.
Die häufigsten Fragen zur Sterbegeldversicherung
Wie hoch ist der Beitrag einer Sterbegeldversicherung?
Wer bekommt im Sterbefall das Geld ausgezahlt?
Was müssen meine Angehörigen im Sterbefall tun?
Gibt es eine Sterbegeldversicherung für Eheleute?
Wie hoch sollte eine Sterbegeldversicherung sein?
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